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Eine Marke hat keinen Festpreis, aber klare Bausteine

Was kostet eine Marke wirklich?

Eine Marke hat keinen Festpreis, weil sie aus mehreren Bausteinen besteht. Für jeden dieser Bausteine lassen sich allerdings realistische Spannen benennen, die für die mitteldeutsche Region typisch sind. Dazu gehören Logo und Auftritt, die Website sowie die laufende Pflege mit Inhalten und Begleitung. Welche Beträge dahinter stehen und wo sich sinnvoll sparen lässt, erklären wir - ganz ohne Marketinggeschwätz.

Logo und Geschäftsausstattung bilden den ersten Block

Ein Logo aus professioneller Entwicklung ist das Ergebnis eines Prozesses und nicht eines Entwurfs. Dazu gehört ein Corporate Design, das in einem Handbuch festgehalten wird, also Farben, Schriften, Abstände und Anwendungsregeln. Der Aufwand dafür ist erheblich und entsprechend beginnt diese Position in der Region bei mindestens dreitausend Euro. Wird die Geschäftsausstattung gleich mit beauftragt, also Visitenkarte, Briefbogen, Signatur und Stempel, kommen ohne Produktionskosten bis zu zweitausend Euro hinzu. Wer diesen Block gemeinsam vergibt, spart dabei spürbar, weil die Vorarbeit nur einmal anfällt und die Elemente von vornherein zueinander passen. Wer den Block aufteilt und die Ausstattung später vergibt, zahlt für dieselbe Leistung erfahrungsgemäß mehr und bekommt zusätzlich Abstimmungsaufwand dazu.

Die Website ist der größte und langlebigste Posten

Eine Website mit rund zehn Unterseiten, professionell erstellten Texten und einer eigenen Bildwelt liegt bei fachlicher Umsetzung schnell zwischen acht- und zehntausend Euro. Wer an dieser Stelle spart und auf einen Baukasten oder eine günstige Lösung setzt, zahlt den Betrag in der Regel später doppelt. Ein Baukasten wird über Jahre monatlich bezahlt und begrenzt zugleich die Möglichkeiten der Markenpräsentation. Eine sehr günstige Umsetzung beruht üblicherweise auf kostenfreien Bausteinen, deren Funktionalität stark eingeschränkt ist. Auffindbarkeit und Sicherheit werden riskiert, was spätestens nach drei Jahren spürbar wird. Ersetzt werden müssen diese Optionen ohnehin und daher kosten sie im Grunde extra. Wer knapp bei Kasse ist, baut deshalb besser klein und sauber als groß und billig. Denn professionelle Websites lassen sich immer beliebig erweitern und ausbauen.

Pflege und Inhalte laufen weiter, auch nach der Abnahme

Mit der Übergabe hört die Arbeit nicht auf. Die Wartung einer Website, also Aktualisierungen, Sicherungen sowie Sicherheits- und Funktionsprüfungen, liegt je nach Umfang zwischen dreißig und sechzig Euro im Monat. Regelmäßig geschriebene Inhalte beginnen bei etwa hundert Euro je Beitrag. Kleine Fotoproduktionen für aktuelle Bilder kosten über ein Jahr verteilt zwischen anderthalb- und dreitausend Euro einschließlich Bearbeitung und aller Nutzungsrechte. Wer die Betreuung sozialer Netzwerke abgeben möchte, kalkuliert mindestens fünfhundert bis sechshundert Euro im Monat. Keine dieser Positionen ist eine versteckte Kostenfalle, sie sind schlicht der laufende Betrieb. Wer sie von Beginn an einplant, wird davon später nicht überrascht und trifft die Entscheidung über den Umfang selbst.

Selbst machen ist erlaubt, sollte aber nachgerechnet werden

Niemand muss all diese Leistungen einkaufen. Wer Texte, Bilder, Wartung und soziale Netzwerke im eigenen Haus erledigt, kann das tun. Sinnvoll ist dabei nur eine ehrliche Gegenrechnung. Die Kosten einer Agentur werden dem eigenen Zeit- und Personalaufwand gegenübergestellt - zu realistischen Stundensätzen. In vielen Betrieben lohnt es sich mehr, die eigenen Leute mit dem zu beschäftigen, was Geld einbringt und das Marketing abzugeben.