Die teuerste Marke ist die billige
Warum günstige Lösungen am Ende mehr kosten?
Der Spareffekt kehrt sich um, sobald die Folgekosten dazukommen. Ein billiges Logo lässt sich nicht überall verwenden, eine billige Website hält selten länger als drei Jahre. Beides kostet in der Zwischenzeit Anfragen, ohne dass jemand den Zusammenhang bemerkt. Welche Posten dabei regelmäßig auftreten, wie eine ehrliche Gegenrechnung aussieht und was der Unterschied im Alltag bedeutet, zeigen die nächsten drei Absätze.
Die Folgekosten stehen in keinem der ersten Angebote
Der günstige Weg beginnt mit einer überschaubaren Summe. Ein günstiges Logo aus dem Internet, dazu eine einfache Seite von der Stange und fertig ist der Fehlstart. Denn nach und nach werden die Nacharbeiten immer umfangreicher. Das Logo liegt nicht in einem Format vor, das sich korrekt drucken oder sticken lässt. Die Seite wächst kleinteilig und wird aufgrund fehlender Zeit immer mehr vernachlässigt. Nach zwei oder drei Jahren lässt sie sich nicht mehr sinnvoll pflegen. Plötzlich braucht das Logo ein Redesign und die Website muss gegen eine neue ersetzt werden. Diese Posten finden am Anfang keine Berücksichtigung, kommen aber garantiert. In der Summe übersteigen sie den ursprünglichen Preis regelmäßig um ein Vielfaches, weil nicht nur optimiert, sondern oft komplett neu angefangen werden muss. Denn billig sind Ding vor allem, weil sie wenig Aufwand kosten. Ein gutes Logo und eine langlebige Website gibt es aber nicht ohne Aufwand.
Die teuerste Position taucht in keiner Rechnung auf
Neben den sichtbaren Folgekosten billiger Grundausstattung findet sich der teuerste Posten auf keiner Rechnung. Gemeint sind Anfragen, die wegen der Ausgangssituation und ihren Folgen gar nicht zustande kamen. Eine Seite, die schlecht gefunden wird, ein uneinheitlicher Auftritt und ein Logo, das nicht funktioniert: Jeder einzelne Fall ist für eine kurze Zeit hinnehmbar, in der Summe und über ein paar Jahre hinweg, kostet er Kundenkontakte und bares Geld. Rechnen lässt sich das nur annäherungsweise. Es genügt aber sicherlich die Vorstellung, dadurch 20 Prozent seines Umsatzes verloren zu haben. In der Regel hätte man damit leicht einen vollständigen, professionellen Auftritt einkaufen können.
Die Gegenrechnung ist nominal höher und trotzdem günstiger
Der professionelle Weg beginnt mit einer deutlich größeren Summe, die ein durchdachtes Logo, Corporate Design und eine tragfähige Website einschließt. Nominal liegt diese Rechnung deutlich über der billigen Variante. Entscheidend ist jedoch, was dafür entsteht: Über den gesamten Zeitraum ergibt sich ein einheitliches Bild der Marke. Die Präsenz wirkt Kundinnen und Kunden gegenüber konsistent und generiert vom ersten Tag an mehr Anfragen. Schon eine geringe Zahl zusätzlicher Aufträge gleicht die höheren Kosten aus. Dafür steht aber eine sichere Basis, die auch Entwicklung und Wachstum des Betriebes ermöglicht, ohne erneut große Kosten zu verursachen. „Wer billig kauft, kauft zweimal“, passt auch hier.
Eine Marke ist eine Investition mit langem Lebenszyklus
Wer kurzfristig spart, zahlt langfristig zu. Wer von Beginn an ordentlich investiert, baut über Jahre etwas auf, das trägt. Dabei sollte man ehrlich zu sich selbst sein: Wer bei Gründung auf seine Geschäftsidee vertraut, stellt Logo und Website nicht wackelig auf, sondern investiert. Wer nicht vollends überzeugt ist und unsicher gründet, sollte lieber sein Konzept schärfen, anstatt es dem neuen Gewerbe durch einen billigen Auftritt noch schwerer zu machen.
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