Die Bildquelle entscheidet über Wirkung und Vertrauen
Woher nehme ich Bilder für mein Unternehmen?
Drei Wege stehen zur Verfügung und unterscheiden sich weniger im Preis als in der Wirkung. Stockfotos sind schnell und günstig, aber austauschbar. KI-Bilder sind individuell im Motiv und trotzdem ohne Bezug zur Wirklichkeit. Eigene Aufnahmen kosten am meisten, wirken aber deutlich am stärksten. Was die drei jeweils leisten und ob sie immer nützlich sind, erklären wir in den nächsten Abschnitten.
Stockfotos transportieren Stimmung, aber keine Identität
Bilder aus Datenbanken sind sofort verfügbar und kosten wenig oder auch gar nichts. Geeignet sind sie überall dort, wo ein Motiv eine Stimmung tragen soll oder eine allgemeine, nicht betriebsspezifische Szene zeigt. Zwei Schwächen kommen allerdings immer mit: Dieselben Motive werden von vielen anderen ebenfalls eingesetzt. Verwechslung ist möglich und Individualität verloren geht. Außerdem ist ein großer Teil dieser Bilder deutlich zu perfekt inszeniert. Ideal inszenierte Szene in makellosen Büros, die mit dem Alltag der meisten Betriebe wenig zu tun haben. Vor jeder Auswahl stehen deshalb dieselben Fragen: Passt das Motiv zum Büro? Ist es zu banal, um auch von anderen genutzt zu werden und die Gefahr von Verwechslung hervorzurufen?
KI-Bilder sind individuell im Motiv und fehleranfällig im Detail
Von KI erzeugte Bilder sind ähnlich schnell verfügbar wie Stockfotos, im Motiv aber viel freier. Szenen lassen sich nach dem eigenen Konzept beschreiben, statt ähnliche in einer Datenbank zu suchen. Der Haken liegt im Bezug zur Wirklichkeit. Ein Werkzeug kann nicht in den Betrieb schauen, deshalb wirken die Ergebnisse häufig etwas zu glatt und ohne eigene Handschrift. Noch immer erkennt man schnell, dass ein Bild von künstlicher Intelligenz erzeugt wurde. Dazu kommen Fehler im Detail, weil solche Bilder nicht entstehen, sondern aus Bekanntem zusammengesetzt werden. Eine Hand zu viel, ein Werkzeug, das es so nicht gibt, oder räumliche Verhältnisse, die nicht stimmen, fallen der KI selbst nicht auf. Der prüfende Blick bleibt deshalb Pflicht. Und doch ist das Ergebnis weniger real als ein Stockfoto.
Eigene Aufnahmen sind teurer und in der Wirkung unschlagbar
Echte Bilder vom eigenen Betrieb, von den eigenen Leuten und den eigenen Produkten wirken anders, und zwar sofort. Solche Aufnahmen sind persönlicher, nahbarer und schaffen Vertrauen an Stellen, an denen gekaufte oder erzeugte Motive nichts ausrichten. Der Preis liegt entsprechend höher, denn gute Fotografinnen und Fotografen arbeiten selten unter einem dreistelligen Stundensatz. Gerechnet werden muss allerdings über die Nutzungsdauer. Ein gut vorbereitetes Shooting liefert Material für mindestens zwei Jahre und macht in dieser Zeit jeden Auftritt unverwechselbar. Je nach Größe des Betriebs und Umfang des Portfolios reicht die Dauer eines Shootings von wenigen Stunden bis zu mehreren Tagen. Wer die Aufnahmen zusätzlich nach Themen sortiert und nicht nur nach Terminen, hat länger etwas davon.
Übrigens: Gute Fotografinnen und Fotografen liefern alle brauchbaren Ergebnisse eines Shootings ab. Man bekommt also nicht eine festgelegte Anzahl an Fotos, sondern alle, die gelungen sind. Außerdem verkaufen gute Dienstleister die Nutzungsrechte an ihren Fotos ohne Einschränkungen - Urheber bleiben sie immer und müssen daher auch immer genannt werden.
Im Zweifel lieber ein kleines Shooting als gar keins
Wer das Budget für eigene Aufnahmen hat, sollte auf diese Wirkung nicht verzichten. Reicht es nicht für den großen Umfang, ist ein kleines Shooting mit wenigen Motiven immer noch besser als der Verzicht. Stockfotos und erzeugte Bilder bleiben als Ergänzung sinnvoll, etwa für Beiträge und allgemeine Themen. Wichtig ist nur die bewusste Entscheidung, denn wer ausschließlich auf fremde Motive setzt, gibt genau das aus der Hand, was den eigenen Betrieb unverwechselbar macht.
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